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Kletterausbildung
in Klasse 4
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dem Bau unserer Kletterwand im Jahr 2001 absolvieren jährlich zwischen
30 und 45 Viertklässler eine Kletterausbildung. Diese besteht aus
8 Einheiten zu je eineinhalb Stunden, die in Form einer AG am Nachmittag
stattfindet. Die Gruppengröße beläuft sich auf 6-8 Schüler
und Schülerinnen. Da die Schüler in der Regel keine Klettererfahrungen mitbringen, heißt es ganz von vorn und kleinschrittig beginnen. Über das Bouldern (Klettern ohne Seil) bis hin zum Sichern des Partners in eigener Verantwortung werden unterschiedliche Aspekte des Klettersports behandelt. Neben dem freudvollen Annähern in Form von Kletterspielen wird deshalb auch der Theorie ein nicht zu kleiner Platz eingeräumt. Die Theorie reicht vom fachgerechten Benennen der benötigten Materialien über die Kenntnisse spezifischer Eigenschaften der Kletterausrüstung bis hin zum Erlernen wichtiger Sicherungsaspekte wie z.B. Einbinden mit Achterknoten, Partnercheck, Absicherung mit Gri-.Gri und HMS etc.. Da die Praxis, sprich das Klettern selber, natürlich den interessantesten Teil der ganzen Ausbildung darstellt, kommt dieser in keiner Einheit zu kurz. In der Regel haben sich schon nach dem 2. Treffen Kletterpaare gebildet, die ab der 3. Einheit sowohl die Kletterrouten selber wählen als auch sich gegenseitig sichern. Das Vermitteln von Klettertechniken fließt in der Regel automatisch und situationsangemessen in die Einheiten ein, bildet zuweilen jedoch auch eigenständige Sequenzen. Den Abschluss eines jeden Kurses stellt die Kletterprüfung dar. Diese besteht zunächst aus einem theoretischen, dann aus einem praktischen Teil. Bei den Prüfungen zeigen die Schüler und Schülerinnen ihr ganzes Können und wachsen nicht selten über sich hinaus. Klettern bedeutet für uns nicht nur Freude an der Bewegung und Förderung derselben, sondern auch der soziale Aspekt findet in unserer Betrachtung und praktischen Umsetzung dieser Sportart große Beachtung. Sie bietet von Freude begleitet optimale Möglichkeiten sich selbst und seine Grenzen kennen zu lernen, Verantwortung für andere (hier für die Kletterpartner) zu übernehmen, Absprachen zu treffen, Bedürfnisse zu Gunsten anderer zurück zu stecken und trägt damit zur Entwicklung der Persönlichkeit bei. Dass das Schaffen dieser Art von Bewegungsmöglichkeit auch einer harmonischen Entwicklung der Motorik im Kindesalter zugute kommt, ist ein weiterer Aspekt, der der heutigen bewegungseingeschränkten Lebenswelt vieler Kinder entgegenwirken kann. Der große Wunsch der Kinder nach den 8 Klettereinheiten weiterzumachen bestätigt, dass wir auf einem gutem Weg sind. |
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| Grundschule Konstanz-Wollmatingen |